Lehrveranstaltungen des Arbeitsbereichs

Wintersemester 2018/2019

  • In diesem Semester finden keine Veranstaltungen des Arbeitsbereichs Mediensoziologie statt, da Jun.-Prof. Dr. Sascha Dickel sich in einem Forschungssemester befindet.

 

Sommersemester 2018

  • Vorlesung/Übung: Einführung in die Mediensoziologie
    Die Vorlesung führt in Grundfragen der Mediensoziologie ein. Sie will verdeutlichen, was es heißt, in einer durch und durch von Medien geprägten Gesellschaft zu leben. Dabei wird zunächst erläutert, mit was man es beim Phänomen (Medien) und der entsprechenden Subdisziplin (Mediensoziologie) eigentlich zu tun hat. Es werden zwei Herangehensweisen mediensoziologischer Forschung und Theoriebildung vorgestellt: Mediensoziologie im engeren und im weiteren Sinne. Mediensoziologie im engeren Sinne nimmt die modernen Massenmedien als spezifischen Bereich der Gesellschaft neben anderen in den Blick (etwa als Teilsystem, Institution oder Industrie). Die Vorlesung diskutiert die Massenmedien als spezifische Institutionalisierung einer Medientechnik, die auf das Erreichen eines breiten Publikums ausgerichtet ist. Dabei werden auch unterschiedliche Konzepte von Öffentlichkeit, Topoi der Medienkritik sowie Konzepte des Populären erläutert. Mediensoziologie im breiteren Sinne betrachtet Medien als grundlegende Techniken und Infrastrukturen der Vergesellschaftung. In dieser Form ist Mediensoziologie immer auch und gerade ein Beitrag zur Sozial- und Gesellschaftstheorie. Mediensoziologie im breiteren Sinne wird in der Vorlesung am Fall der Digitalisierung vertieft. Es wird erläutert, inwiefern die Interaktivität des Internet sich massenmedialen Beschreibungsversuchen entzieht und die Mediensoziologie daher aktuell ihren Gegenstandsbereich erweitert und sich verstärkt sozial- und gesellschaftstheoretischen Fragen zuwendet. Der Fokus liegt auf zeitgenössischen Themen wie Algorithmen, Datenkontrolle und techno-medialen Infrastrukturen.
  • Seminar: Mit Maschinen sprechen?
    Digitale Assistenten werden in unsere Smartphones und Betriebssysteme integriert. Social Bots streifen in Scharen durch soziale Medien. Computerspiele sind von einer Unzahl von Figuren bevölkert, die nicht von Menschen gelenkt werden. Algorithmen beobachten, filtern und steuern, was wir im Netz sehen. Künstliche Akteure sind immer stärker in die gesellschaftliche Kommunikation integriert. Das Seminar widmet sich zwei Aspekten dieses Themas: (1) Was bedeutet es mittels Maschinen mit anderen Menschen zu kommunizieren (etwa unter Beteiligung von Algorithmen, die beeinflussen, wer wen wann und wie erreichen kann). (2) Was bedeutet es, mit Maschinen (als Interaktionspartner) zu kommunizieren. Ist eine solche Kommunikation überhaupt Kommunikation oder nur eine Simulation derselben? Werden die Grenzen des Sozialen durch die Inklusion von Maschinen erweitert? Solche Fragen werden im Seminar unter Rückgriff auf kommunikations- und mediensoziologische Konzepte sowie Überlegungen aus den Science and Technology Studies behandelt. 

 

Wintersemester 2017/2018

  • Vorlesung/Übung: Einführung in die Mediensoziologie
    (siehe Sommersemester 2018)
  • Seminar: Kommunikationstheorie
    Das Internet verändert die gesellschaftliche Kommunikation tiefgreifend. Wir kommunizieren über E-Mails, nutzen soziale Medien und versuchen, unsere Gefühle durch Emojis zum Ausdruck zu bringen. Um solche aktuellen Wandlungsprozesse soziologisch verstehen zu können, ist eine Auseinandersetzung mit dem Kommunikationsbegriff selbst unabdingbar. Was ist Kommunikation? Wer kann an Kommunikation teilnehmen? An welche Medien ist Kommunikation gebunden? Diese und weitere Fragen werden im Seminar behandelt.
    Im Mittelpunkt steht dabei die Kommunikationstheorie von Niklas Luhmann. Dieser begreift Kommunikation als soziale Operation schlechthin. Luhmanns These: Gesellschaft ist grundsätzlich als Kommunikationsnetzwerk zu begreifen. Im Seminar werden die Anschlüsse und Abgrenzungen Luhmanns zu anderen soziologischen Theorieangeboten aufgezeigt. Zugleich wird geprüft, inwiefern Luhmanns Theorie durch zeitgenössische digitale Technologien herausgefordert werden.

 

Sommersemester 2017

  • Seminar: Digitale Beteiligung im Web 2.0. Vom Publikum zum Akteur?
    Das „Web 2.0“ ist auf Interaktion und Partizipation ausgelegt: Wikipedia, Facebook, Online Petitionen, Blogs und YouTube sind nur einige prominente Beispiele für zeitgenössische Beteiligungsoptionen im Internet. Digitale Beteiligung ist vielseitig und mittlerweile in allen gesellschaftlichen Teilbereichen vorzufinden. Ihr Versprechen: die Verwandlung eines passiven, bloß rezipierenden und konsumierenden Publikums in produktive, mitgestaltende Akteure.
    Das Seminar fragt nach den strukturellen und kulturellen Bedingungen digitaler Beteiligung und bietet einen Einblick in die Möglichkeiten der qualitativen Sozialforschung zur Analyse digitaler Beteiligungsformate. Neben der Diskussion von Literatur steht daher auch und gerade die empirische Auseinandersetzung mit ausgewählten Fällen im Fokus der Veranstaltung.