Aktuelle Meldungen

6. September 2022 | Aktueller Hinweis

Herr Prof. Dickel kann für das Wintersemester 22/23 leider keine Gutachten für BA/MA-Arbeiten mehr übernehmen.

 

22. Juli 2022 | Projektbewilligung

Anwendungsorientierte sozialwissenschaftlich-medienreflexive Integrierte Forschung und Technikfolgenabschätzung

im Verbundprojekt IN-KNOW: „Entwicklung einer Plattform für die intelligente Bereitstellung von Wissen für den Mittelstand“

BMBF-Förderung „Innovative Arbeitswelten im Mittelstand“

Kollaborative und medienreflexive Technikentwicklung im Kontext mittelständischer Industrie: Ab August 2022 startet am Arbeitsbereich ein neu eingeworbenes Drittmittelprojekt im Verbund mit Partnern aus der Praxis. Mit dem Projekt IN-KNOW (Interfacing Knowledge) begleitet der Arbeitsbereich die Entwicklung und Gestaltung einer Assistenzanwendung für Produktionsmitarbeiter in zwei Partnerbetrieben aus dem produzierenden Gewerbe. In der transdisziplinären Zusammenarbeit mit Softwareentwicklung und Design wird der Prozess durch den Arbeitsbereich beforscht und mitgestaltet. Das Projekt wird vom BMBF gefördert und läuft über zwei Jahre.

Projektstart: 01.08.2022

 

12. Juli 2022 | Podcast

Sascha Dickel: Der kybernetische Blick und seine Grenzen

Der Streit, Episode 15 - Dickel: Der kybernetische Blick und seine Grenzen mit André Armbruster und Robert Seyfert

 

11. Juli 2022 | Veröffentlichung

Sascha Dickel: Der kybernetische Blick und seine Grenzen. Zur systemtheoretischen Selbstbeschreibung der digitalen Gesellschaft

In: Berliner Journal für Soziologie (2022). DOI: 10.1007/s11609-022-00475-9

Die Digitalisierung stellt die Soziologie vor theoretische Herausforderungen: Wie lassen sich etwa Gesellschaften begreifen, in denen medial vermittelte Situationen zum Normalfall des Miteinanders werden? Wie ist Sozialität beschreibbar, die fundamental von digitalen Technologien abhängt? Und wer gilt in dieser digitalen Welt überhaupt als Teilnehmer:in am Sozialen? Nur Menschen oder auch Computer und Algorithmen? Sollte die Soziologie selbst mit digitalen Begriffen operieren oder sich davon distanzieren, um digitale Sprechweisen von außen beobachten zu können? In der Tat stellt sich für Sozial- und Gesellschaftstheorien fast zwangsläufig die Frage, wie zeitgemäß ihre eigenen theoretischen Instrumente angesichts der Digitalisierung (noch) sind. Der Beitrag fragt vor diesem Hintergrund nach den Möglichkeiten und Grenzen der soziologischen Systemtheorie als einer Theorie der digitalen Gesellschaft.

 

6.-9. Juli 2022 | Konferenzbeiträge

Politics of technoscientific futures: EASST Konferenz in Madrid

Anfang Juli war der Arbeitsbereich mit vier Mitarbeitenden bei der europäisch-internationalen Konferenz der Science- and Technology Studies (EASST) vertreten. Nach pandemiebedingter Pause fand das zweijährige Format im Kongress- und Messezentrum der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Die Teilnehmer:innen aus dem Arbeitsbereich konnten in zahlreichen themenspezifischen Paneln und Sonderveranstaltungen wichtige Impulse für laufende Forschungsprojekte erhalten, Austausch unter Forschenden suchen sowie neue Kontakte knüpfen.

Mit insgesamt fünf eigenen Vorträgen wurden zudem eigene Akzente gesetzt. Mit Blick auf den Beitrag den Sprache im Vergleich zu Artefakten bei der Produktion materieller Zukünfte leistet stellten Antonia Garbe und Marcel Woznica gemeinsam Ergebnisse des mittlerweile abgeschlossenen BMBF-Projekts „Zukunft materiell entwerfen. Prototypen als Kommunikationsmedien des Neuen“ vor. Antonia Garbe beschäftigt sich in einem weiteren Beitrag mit Fragen nach Kategorisierungen und Interpretationen technisch modifizierter Körper in Gegenwart und Zukunft. Michael Kitzing sprach zusammen mit Kevin Altmann (Bayerische Akademie der Wissenschaften) über Zwischenergebnisse zur öffentlichen Verhandlung von Citizen Science aus dem aktuellen DFG-geförderten Forschungsprojekt „Die Evidenzkultur der Citizen Science“. Und Benjamin Doubali fragte nach der Bedeutung von unterschiedlichen Wissensformen in der Gestaltung von Mensch-Maschine-Interaktionen über Interfaces im Arbeitshandeln in der Industrie.

           

 

7. Juli 2022 | Vortrag

Sascha Dickel: #Selberdenken. Epistemische Autonomie als problematisches Ideal digitaler Öffentlichkeit

Vortrag von Prof. Dr. Sascha Dickel im Studium generale an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Livestream fand am 07.07.2022 von 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr statt.

Zur Aufzeichnung hier.

 

23. Januar 2022 | Veröffentlichung

Sascha Dickel und Benjamin Lipp: Interfacing the human/machine

In: Distinktion: Journal of Social Theory 23 (1). DOI: 10.1080/1600910X.2021.2012709

Der Beitrag argumentiert, dass sowohl Ansätze, die den Unterschied zwischen Mensch und Maschine essentialisieren, als auch Ansätze, die diesen Unterschied durch Konzepte der Hybridität zu überwinden versuchen, unzureichend sind. Stattdessen argumentieren wir fest, dass eine entscheidende Herausforderung der zeitgenössischen Sozialtheorie darin besteht, die Gleichzeitigkeit zu begreifen, mit der Menschen und Maschinen getrennt und miteinander verbunden werden. Dazu erarbeiten wir einen theoretischen Rahmen zur Reflexion von Mensch-Maschine-Schnittstellen und veranschaulichen diesen Rahmen anhand von sozialen Robotern und kommunikativen Bots.

Cover image for Distinktion: Journal of Social Theory

 

 

 

 

 

31. Dezember 2021 | Veröffentlichung

Sascha Dickel und Martin Neumann: Hermeneutik sozialer Simulationen Zur Interpretation digital erzeugter Narrative

In: Sozialer Sinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung 22 (2). Stefan Kutzner, Chantal Magnin, Claudia Scheid, Mirja Silkenbeumer, Andreas Wernet (Hrsg.). S. 353-387. DOI: 10.1515/sosi-2021-0013

Die computergestützte Simulation sozialer Verhältnisse avanciert aktuell zu einer verbreiteten Methode sozialwissenschaftlicher Forschung. Wie aber lassen sie deren Resultate kontrolliert interpretieren? Wir schlagen vor, das Verfahren der hermeneutischen Sequenzanalyse zur Interpretation Agentenbasierter Modellierungen zu verwenden. Wir demonstrieren an einem Beispiel, wie die Sequenzanalysen zur Strukturgeneralisierung und Validierung Agentenbasierter Modelle eingesetzt werden kann. Damit verbinden wir zwei weit auseinander liegende methodische Welten.

journal: Sozialer Sinn

 

 

 

 

 

20. Dezember 2021 | Veröffentlichung

Sascha Dickel: Wenn die Technik sprechen lernt. Künstliche Kommunikation als kulturelle Herausforderung mediatisierter Gesellschaften

In: Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis30 (3). Ulrich Ufer, Constanze Scherz, Leonie Seng, Jonas Moosmüller, Julia Thomas (Hrsg.). S. 23-29. DOI: 10.14512/tatup.30.3.23

Wir scheinen am Anfang einer Ära kommunizierender Technik zu stehen. Amazons Sprachassistenzsystem Alexa ist in Millionen von privaten Haushalten eingezogen, Chatbots gehören heute zu den Standardanwendungen im Kundenservice und der Einsatz von Algorithmen zur Erzeugung von Texten ist in die Praxis professionellen Publizierens integriert worden. An kommunizierenden Maschinen zeigen sich kontroverse Deutungen von Autonomie, Kreativität und Komplexität von Mensch und Maschine wie in einem Brennglas. Der Beitrag argumentiert, dass kommunizierende Technik eine kulturelle Herausforderung für mediatisierte Gesellschaften darstellt.

 View Vol. 30 No. 3 (2021): Designing, shaping and experiencing AI systems. Concepts, values, applications

 

 

 

 

 

1. Oktober 2021 | Projektstart

„De- und Restabilisierung von Evidenz in der Coronakrise“
DFG Forschungsgruppe 2448
Evidenzpraktiken in Wissenschaft, Medizin, Technik und Gesellschaft

Das Projekt will untersuchen, wie sich Produktion, Aushandlung und Kommunikation biomedizinischer Evidenz unter den Bedingungen der Coronavirus-Pandemie vollziehen. Der Mainzer Projektstrang untersucht die Rolle sozialer Medien als Diskursraum für Evidenzkonflikte. Dahinter steht die Überlegung, dass diese medialen Räume Aushandlungsorte für Evidenz darstellen, die für das zeitgenössische Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit eine spezifische Relevanz haben: denn auf sozialen Medien relativieren sich die Grenzen von Wissenschaft und Öffentlichkeit bzw. inner- und außerwissenschaftlicher Öffentlichkeit. mehr zum Projekt

 

1. Juli 2021 | Projektstart

Posthumane Entdifferenzierung? Die technologische Optimierung menschlicher KörperDFG Sonderforschungsbereichs 1482 Humandifferenzierung

Menschen sortieren sich fortlaufend gegenseitig nach einer Vielzahl von Unterscheidungen, wie Geschlecht, Alter, Leistung oder Behinderung. Im SFB Humandifferenzierung widmet sich das Teilprojekt den Implikationen technischer Selbstoptimierung für solche Unterscheidungen. Es fragt danach, wie sich der Anbau von Prothesen, Implantaten und Ko. auf die Kategorisierungen der Menschen auswirken und welches Verständnis des Humanen dabei (re)produziert wird. mehr zum Projekt

 

1. Juli 2021 | Projektstart

Responsive (Kultur-)Wissenschaftskommunikation: Vermittlung, Dialog und ResonanzbeobachtungDFG Sonderforschungsbereichs 1482 Humandifferenzierung

Der SFB Humandifferenzierung widmet sich der alltäglichen Praxis, in der Menschen einander wechselseitig nach Ethnizität, Religion, Geschlecht, Alter oder Ko. unterscheiden. Über seine theoretische und empirische Arbeit hinaus will der SFB Humandifferenzierung auch eine kulturwissenschaftliche Wissensvermittlung und Beiträge zum Diskurs der außerwissenschaftlichen Öffentlichkeit leisten. mehr zum Projekt
Ko-Antragsteller: Dr. Tobias Boll und Prof. Dr. Matthias Krings

 

2021 | Veröffentlichung

Sascha Dickel und Miriam Schmidt-Jüngst: Gleiche Menschen, ungleiche Maschinen. Die Humandifferenzierung digitaler Assistenzsysteme und ihrer Nutzer:innen in der Werbung

In: Humandifferenzierung. Disziplinäre Perspektiven und empirische Sondierungen. Dilek Dizdar, Stefan Hirschauer, Johannes Paulmann, Gabriele Schabacher (Hrsg.). Velbrück Wissenschaft.

 

 

 

 

 

 

 

11. März 2021 | Veröffentlichung

Sascha Dickel et al.: Soziologie der Nachhaltigkeit

SONA - Netzwerk Soziologie der Nachhaltigkeit (Hrsg.)

Nachhaltigkeit ist eines der gesellschaftlichen Transformationsprojekte unserer Zeit. Dennoch sind soziologische Analysen im Diskurs der damit verknüpften Grundfragen bislang wenig präsent. Die »Soziologie der Nachhaltigkeit« betrachtet daher konkrete Themen nachhaltiger Gesellschaftsentwicklung – Arbeit, Mobilität, Politik(en), Diskurse, Praktiken, Ungleichheit, Macht – aus spezifisch soziologischen Blickwinkeln. Hierbei sind drei Leitmotive zentral: Nachhaltigkeit und Normativität, sozialer Wandel und Gestaltung sowie Reflexivität zweiter Ordnung. Die Beiträger*innen des Bandes geben zentrale Einsichten und Orientierungshilfen für das Verstehen, Erklären und Gestalten von Nachhaltigkeit.

jetzt kostenlos downloaden

 

3.-4. Dezember 2021 | Tagung

Zweite Tagung des Arbeitskreises Digitalisierung und Soziologische Theorie.

Mitorganisiert von Sascha Dickel.

Die Tagung fand digital statt.

 

3. November 2020 | Berufung

Berufung von Sascha Dickel in den Stiftungsvorstand und die Jury des Hans Bausch Mediapreises

„Bei der Neuausrichtung des Hans Bausch Mediapreises steht das Thema 'gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten' im Fokus. Der Preis soll exzellenter Forschung, die die aktuelle Medienentwicklung einordnet und bewertet, zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. Mit Hilfe von Untersuchungen zu Fragen der digitalen Ethik und den Auswirkungen der Digitalisierung der Medien sollen Debatten über den laufenden gesellschaftlichen Wandel und die Verantwortung von Medien angestoßen werden.“

https://www.presseportal.de/pm/7169/4752107